2026-09-07

Was die UVP wirklich bedeutet — und was nicht

Auf fast jeder Produktseite im Erotikhandel steht ein durchgestrichener Preis und daneben ein niedrigerer. Der durchgestrichene ist meistens die UVP, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Was viele nicht wissen: Das ist kein Preis, den jemals jemand bezahlt hat.

Wer die UVP festlegt

Der Hersteller, nicht der Händler. Sie ist eine Empfehlung und rechtlich unverbindlich — der Händler darf darüber, darunter oder genau daraufliegen. In Branchen mit hohen Handelsspannen, und dazu gehört diese, liegt die UVP regelmäßig deutlich über dem üblichen Marktpreis. Ein Rabatt von 20 Prozent auf die UVP kann deshalb schlicht der normale Preis sein.

Warum Händler trotzdem damit werben dürfen

Die Werbung mit der UVP ist zulässig, solange sie nicht irreführt: Der Hersteller muss die Empfehlung tatsächlich ausgesprochen haben, sie muss ernsthaft kalkuliert und aktuell sein. Problematisch wird es, wenn die Darstellung wie eine klassische Rabattwerbung wirkt — dann gelten strengere Regeln, und der beworbene Nachlass muss sich auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen, nicht auf die UVP.

Woran Sie ein echtes Angebot erkennen

Drei Fragen helfen. Erstens: Bezieht sich der Rabatt auf den eigenen Vorpreis des Händlers oder nur auf die UVP? Zweitens: Seit wann gilt der Preis — ein Preis, der seit Wochen unverändert ist, ist kein Angebot, egal wie das Schild aussieht. Drittens: Was verlangen andere Shops für denselben Artikel?

Genau diese drei Fragen beantwortet erotikdeals bei jedem Angebot automatisch. Wir schreiben aus, worauf sich der Vergleich bezieht, zeigen den Zeitstempel und die Dauer des Preises, und nach 30 Tagen Beobachtung auch den tatsächlichen Tiefstpreis dieses Zeitraums.